Am Sonntag, 16. November, lieferten sich die C-Junioren des SC Freising und die Hausherren von HT München in Taufkirchen ein echtes Gipfeltreffen der Regionalliga: Beide Teams rangierten in der Spitzengruppe. Was die Zuschauer in der Halle erlebten, war eine Partie mit zwei Gesichtern und einem furiosen Freisinger Happy End – am Ende gewann Freising mit 28:19 (13:8).
Der plötzliche Bruch
Der Start ließ Gutes erhoffen: Die Gäste aus Freising zeigten sich hellwach und führten nach knapp vier Minuten souverän mit 3:1. Doch dann kam der plötzliche Bruch. Technische Fehler schlichen sich ein, die Konzentration ließ nach, und HT München nutzte das gnadenlos aus, um mit einem 5:0-Lauf auf 6:3 davonzuziehen.
Trainer-Coup als Game Changer
Trainer Erik Brasko sah sich gezwungen, die grüne Karte zu legen. In der Auszeit forderte er von seinen Jungs, endlich eine „richtige Abwehr“ zu stellen und im Angriff die einstudierten Spielzüge abzurufen.
Dieser klare Input wirkte wie ein Schalter! Was folgte, war die wohl bisher stärkste Phase der Freisinger in dieser Saison. Mit einer nun stählernen Defensive ließ der SC Freising bis zur Pause nur noch zwei Gegentore zu, während man selbst zehnmal traf. Aus dem 3:6 wurde ein 13:8 zur Halbzeit. Trotz zehn unnötiger technischer Fehler, die es nach der Pause abzustellen galt, war die Aufholjagd mehr als geglückt.
Freising spielt sich in den Rausch
Die zweite Hälfte wurde zur Freisinger Demonstration. Die technischen Fehler waren abgestellt, der Spielfluss war da, und die Münchner fanden kein Mittel mehr, um Paroli zu bieten. Selbst eine Auszeit der Gastgeber beim Stand von 22:14 verpuffte wirkungslos: Freising baute den Vorsprung bis auf zehn Tore aus (26:16). Die Freisinger waren in einem Rauschzustand und ließen nichts mehr anbrennen.
Zwar entspannte sich der SC Freising in den letzten Minuten etwas zu früh und kassierte noch drei Gegentreffer, während man selbst nur noch zwei Siebenmeter verwandelte – doch der Vorsprung war zu komfortabel. Am Ende stand ein hochverdientes 28:19 auf der Anzeigetafel.
Es war eine geschlossene und beeindruckende Trainer- und Mannschaftsleistung, auf der sich aufbauen lässt. Die C-Junioren haben gezeigt, dass sie nach Rückschlägen zurückkommen und Top-Niveau spielen können. Bester Werfer war Andreas Aunkofer mit zehn Toren.
Nächstes Highlight
Die nächste Probe folgt sogleich: Am kommenden Sonntag, 23. November, empfängt der SC Freising um 12:30 Uhr in der Luitpoldhalle den Bundesliga-Nachwuchs des HC Erlangen zum nächsten Kracher.
Für den SC Freising trafen
Andreas Aunkofer (10/3), Ahmed Osmanovic (7/1), Bastian Breiteneicher (3), Luis Schachinger (2), Ferdinand Tüllmann (2), Simon Brasko (1), Samuel Schalk (1/1), Marc Terlecki (1), Emil Weber (1)
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