Unter äußerst schwierigen Voraussetzungen trat der SC Freising in der Bezirksoberliga auswärts bei der TG Landshut II an. Krankheits- und verletzungsbedingt musste das Team auf Petrit Guri, Moses Becker und Ernad Huzejrovic verzichten, zudem fehlten Michael Schuster und Felix Miller aus privaten Gründen. Damit standen den Freisingern lediglich sieben Feldspieler zur Verfügung – keine einfache Ausgangslage für ein intensives Auswärtsspiel.
Geschlossenheit als Schlüssel
Bereits die Vorbereitung unter der Woche verlief nicht optimal, da kaum mit einem vollständigen Kader trainiert werden konnte. Trotzdem sprach Trainer Holger Mundry in der Kabine die Geschlossenheit der Mannschaft an und forderte auf dem Feld absoluten Willen von jedem Einzelnen. Die positive Stimmung kam bei allen an, und so ging man fokussiert in die Aufwärmphase.
Entgegen aller Erwartungen zeigte der SC Freising von Beginn an eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung. Mit viel Einsatz, Disziplin und einem klaren Matchplan hielt man dem Druck der Gastgeber stand und setzte selbst immer wieder offensive Akzente. Im Angriff musste Routinier Konstantin Vopel von seiner Stammposition auf Linksaußen die ungewohnte Spielmacherposition in der Mitte übernehmen. Diese Rolle setzte er prompt erfolgreich um: Der Ball lief vor allem in den ersten 30 Minuten flüssig durch die Reihen, und man konnte immer wieder mit Spielzügen und individueller Klasse die Abwehr der TG Landshut überlisten.
Halbzeitführung in Landshut
Der SC Freising ging direkt mit einem schön durchgesteckten Pass an den Kreis zu Alexander Heldner mit 1:0 in Führung. Nachdem die TG zum 1:1 ausglich, gelang im direkten Gegenzug erneut Alexander Heldner der Treffer zur 2:1-Führung. In den folgenden Spielminuten entwickelte sich bis zur 11. Minute (8:8) ein Kopf-an-Kopf-Spiel. Christian Heldner setzte sich immer wieder mit seiner individuellen Zweikampfstärke durch, während Andras Falkner mit Toren aus dem Rückraum glänzte. Anschließend setzte sich der SC Freising dank Treffern von Benjamin Schiebel, Christian Heldner und Konstantin Vopel mit drei Toren in Folge auf 11:8 ab, sodass Landshut die erste Auszeit nehmen musste. In der 16. Minute stand es 12:9 für die Gäste.
Daraufhin gelang es der TG Landshut II durch Maximilian Metzger, auf 15:15 auszugleichen. Bis zur Halbzeit erhöhte der SC dank kompakter Abwehrarbeit – dirigiert von Janic Bittner sowie einem stark verteidigenden Benjamin Schiebel auf der Halbposition – und konsequent ausgespielter Angriffe den Vorsprung wieder auf 18:16. Die Stimmung in der Kabine war dementsprechend gut, und man tankte viel Selbstvertrauen aus den ersten 30 Minuten.
Die Kräfte schwinden
In der zweiten Halbzeit machte sich jedoch der Kräfteverschleiß zunehmend bemerkbar. Landshut erhöhte das Tempo, während Freising dem kleinen Kader Tribut zollen musste. Bis zur 43. Minute konnte der SC lediglich zwei Treffer erzielen. Zwangsläufig glich die TG Landshut II durch Noah Staab zum 20:20 aus und übernahm unmittelbar danach die Führung zum 21:20. Darauf reagierte Coach Mundry mit einer Auszeit, um den negativen Trend zu stoppen und den auf Hochtouren spielenden Freisingern eine kurze Verschnaufpause zu verschaffen.
Das Team versuchte nun noch einmal, alle Kräfte zu mobilisieren. Andras Falkner glich per Siebenmeter zum 21:21 aus, und die Freisinger kämpften bis zum Schluss aufopferungsvoll. Zwischen der 45. und der 53. Minute konnten sich die Gastgeber jedoch auf 27:23 absetzen. Doch selbst dann ließ sich der SC nicht abschütteln: Markus Gretsch, Konstantin Vopel und Alexander Heldner verkürzten auf 26:28, Andras Falkner traf knapp zwei Minuten vor Schluss zum 27:29. Landshut rettete den Vorsprung mit einer späten Auszeit über die Zeit und entschied das Spiel schließlich mit 29:27 für sich.
Stolz trotz Niederlage
Trotz der knappen Niederlage kann der SC Freising auf diese Leistung stolz sein. Mit großem Kampfgeist, mannschaftlicher Geschlossenheit und starkem Willen zeigte das Team, dass es auch unter widrigen Umständen mehr als konkurrenzfähig ist. Ein Sonderlob verdienen die Torhüter Dániel Kiss und Niklas Schieck.
Kommenden Samstag, den 07.02. um 18:00 Uhr, heißt es Anpfiff vor heimischer Kulisse gegen die Nachbarn der SG Moosburg. Dann kann Trainer Mundry voraussichtlich auf einen größeren Kader zurückgreifen, da Ernad Huzejrovic vermutlich wieder fit ist und Felix Miller sowie Michael Schuster zurückkehren.
Für den SC Freising trafen
Andras Falkner (8/2), Christian Heldner (6), Konstantin Vopel (4), Alexander Heldner (4), Markus Gretsch (3), Benjamin Schiebel (2)
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