Am Samstag gastierte der SC Freising in der Bezirksoberliga bei der SSG Metten und musste am Ende eine knappe 31:32-Niederlage hinnehmen, nachdem eine deutliche Führung in der zweiten Halbzeit verspielt wurde. Trotz einer starken ersten Hälfte und überzeugender Leistungen in der Defensive konnte das Team den Schwung nicht über die volle Distanz halten.
Früher Ausfall von Petrit Guri
Die Partie begann mit einem schnellen Schlagabtausch, bei dem die SSG Metten durch Patrik Sigl in Führung ging, doch Christian Heldner glich für Freising umgehend aus. Die Anfangsphase war von hohem Tempo geprägt, und beide Teams suchten den Weg zum Tor. Ein herber Rückschlag für den SC Freising ereignete sich früh im Spiel mit der Verletzung von Spielmacher Petrit Guri, der das Spielfeld verlassen musste.
Starke Abwehr, starker Christian Heldner
Trotz dieses Ausfalls zeigte der SC Freising eine beeindruckende Reaktion. Besonders hervorzuheben war der starke Verbund zwischen der Freisinger Abwehr und ihrem Torwart. Die Defensive stand kompakt, erschwerte der SSG Metten das Durchkommen und ermöglichte dem Torhüter dahinter wichtige Paraden. Im Angriff war es vor allem Christian Heldner, der mit viel Überzeugung und Zug zum Tor maßgeblich für die Offensive der Freisinger verantwortlich war. Er erzielte wichtige Treffer und trieb sein Team an. Nach dem 6:6 zog Freising Tor um Tor davon, auch eine Mettener Auszeit beim 7:10 half nichts. Mit einer komfortablen 18:11-Führung ging es in die Halbzeitpause, kurz nach Wiederanpfiff stand es sogar 20:11.
Kompletter Umschwung nach der Pause
Was sich in der zweiten Halbzeit ereignete, war ein kompletter Umschwung im Spielgeschehen. Ab der 35. Minute kippte die Partie zunehmend zugunsten der Heimmannschaft. Der SC Freising verlor seinen spielerischen Faden und zeigte sich im Umgang mit der offensiven Abwehr der Mettener zunehmend ideenlos. Fehlender Spielwitz und die nötige Coolness im Angriffsspiel sowie im Abschluss führten zu vergebenen Chancen, selbst vor freiem Tor.
Hinzu kam eine wachsende Nachlässigkeit im Abwehrverbund, die es der SSG Metten ermöglichte, Tor um Tor aufzuholen. Aus 23:16 wurde bis zur 47. Minute ein 28:24, und auch beim 30:27 in der 53. Minute war Freising noch vorne. Dann konnten die Gäste dem Druck der Heimmannschaft nicht mehr standhalten. Mit fünf Toren in Folge drehte Metten die Partie und übernahm in den Schlussminuten die Führung, obwohl Patrik Sigl nach seiner dritten Zeitstrafe in der 56. Minute vom Feld musste. Der letzte Treffer von Christian Heldner zum 32:31 fiel erst 21 Sekunden vor Schluss, zu spät für den SC Freising.
Sorge um Moses Becker
Zu allem Überfluss muss der SC zudem um Moses Becker bangen, der sich kurz nach seiner Einwechslung am Knie verletzte.
Endgültig im Abstiegskampf angekommen, muss der SC Freising am kommenden Sonntag zum Tabellenschlusslicht nach Mainburg reisen und dort wichtige Punkte einsammeln – tabellarisch und mental.
Für den SC Freising trafen
Konstantin Vopel (10/4), Christian Heldner (9), Felix Miller (6), Alexander Heldner (3), Ernad Huzejrovic (1), Markus Gretsch (1), Michael Schuster (1)
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