Der SC Freising hat am Sonntag in der Luitpoldhalle mit einem 26:22-Erfolg (12:8) über den SC Eching ein deutliches Lebenszeichen gesetzt. Nach mehreren Partien, in denen starke Leistungen nicht bis zum Schlusspfiff gehalten werden konnten und man im zweiten Durchgang zu oft den Faden verlor – zuletzt beim 30:30 gegen Mainburg drei Tage zuvor –, präsentierte sich Freising diesmal als gefestigte, konzentrierte und geschlossene Einheit.
5:0-Start
Schon in den ersten Minuten wurde klar, dass die Mannschaft etwas gutzumachen hatte. Hohe Laufbereitschaft, druckvolles Angriffsspiel und eine kompromisslose Abwehr sorgten früh für klare Verhältnisse: Felix Miller und Alexander Heldner eröffneten die Partie, Michael Schuster und erneut Miller legten nach, und nach acht Minuten stand es 5:0. Eching musste bereits nach sechs Minuten eine Auszeit nehmen.
Besonders Linksaußen Konstantin Vopel drückte dem Spiel seinen Stempel auf: Mit großer Ruhe vom Siebenmeterstrich – sechs von sieben verwandelt – und seiner gewohnt starken Abschlussqualität von außen war er mit zehn Toren der offensive Fixpunkt des Abends. Nach 17 Minuten führte Freising mit 10:4, zur Pause mit 12:8.
Stabil in der kritischen Phase
Die deutliche Halbzeitführung spiegelte die Arbeit der letzten Wochen wider. Freising hat sichtbar an seiner Struktur gearbeitet, sowohl im Umschaltspiel als auch in der defensiven Abstimmung. Doch als Eching im zweiten Durchgang durch mehrere Freisinger Zeitstrafen bis auf 19:18 herankam, zeigte sich der vielleicht wichtigste Fortschritt: Die Mannschaft blieb stabil, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und fiel nicht in alte Muster zurück. Während solche Phasen in den letzten Spielen oft den Wendepunkt bedeuteten, setzte Freising diesmal ein klares Zeichen, verteidigte konsequent und fand im Angriff wieder Lösungen.
Endspurt zum verdienten Sieg
Auch die Breite des Kaders wurde sichtbar: Die Spieler auf der Bank sorgten für starke Stimmung und trieben das Team spürbar voran. Mit vier Toren in Folge durch Vopel, zweimal Alexander Heldner und Miller zog Freising vom 19:18 auf 23:18 davon und besiegelte den verdienten Heimsieg. Den Schlusspunkt setzte Vopel zehn Sekunden vor dem Ende.
Mehr als zwei Punkte
Der SC Freising präsentiert sich nach intensiven Wochen wieder als Mannschaft, die gewillt ist, Verantwortung zu übernehmen und enge Spiele für sich zu entscheiden. Der Sieg gegen Eching ist deshalb weit mehr als nur zwei Punkte – er ist ein Beleg dafür, dass das Team die schwierige Phase hinter sich gelassen hat und wieder mit Überzeugung auftreten kann. Mit dieser Einstellung und dem gezeigten Zusammenhalt blickt Freising selbstbewusst auf die kommenden Aufgaben.
Für den SC Freising trafen
Konstantin Vopel (10/6), Alexander Heldner (5), Felix Miller (5), Ernad Huzejrovic (2), Michael Schuster (2), Christian Heldner (1), Janic Bittner (1)
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