Am Samstag, dem 21. Februar, stand für unsere männliche C-Jugend in der Regionalliga das richtungsweisende Duell beim VfL Günzburg an. Als direkter Konkurrent um den zweiten Tabellenplatz war die Brisanz der Begegnung von der ersten Minute an spürbar. Trotz der ungünstigen Terminierung am Ende der Faschingsferien war die Halle gut gefüllt – ein großes Dankeschön geht an die mitgereisten Fans aus Freising, die uns lautstark unterstützten.
Holpriger Start
Der Start verlief holprig. Vor allem die Defensive fand keinen Zugriff auf die agilen Hausherren, die immer wieder durch individuelle Durchbrüche zum Erfolg kamen. Beim Stand von 5:6 nach knapp zwölf Minuten sah sich Trainer Erik Brasko gezwungen, per Auszeit nachzujustieren.
Die Korrekturen fruchteten zunächst: Andreas Aunkofer, Ahmed Osmanovic, Luis Maximilian Schachinger und Ferdinand Tüllmann sorgten dafür, dass wir uns bis zur 18. Minute mit bis zu drei Toren absetzen konnten (11:8). Doch die Konstanz fehlte. Günzburg stellte sich besser auf unsere Deckung ein und bestrafte unsere Nachlässigkeiten eiskalt. Mit einem bitteren 7:2-Lauf drehte der VfL die Partie noch vor dem Pausenpfiff, sodass wir mit einem 13:15-Rückstand in die Kabine gingen.
Zweite Halbzeit: Ein Aufbäumen ohne Happy End
Nach einer deutlichen und emotionalen Kabinenansprache zeigten die Jungs zu Beginn des zweiten Durchgangs ihr wahres Potenzial. Plötzlich stimmte die Laufbereitschaft, und das Zusammenspiel funktionierte. Mit fünf Toren in Folge – zwei davon von Simon Brasko, zwei von Andreas Aunkofer und eines von Emil Weber – drehten wir das Spiel und setzten uns auf 19:16 ab. Auch beim 22:19 und 24:21 lagen wir noch mit drei Toren vorne.
Doch dann kippte die Partie. Statt die Spielzüge konsequent weiterzuspielen, verfiel die Mannschaft wieder in alte Muster:
Fokus auf Einzelaktionen: Das Angriffsspiel wurde zu statisch, und die Stärke des Kollektivs ging in dieser Phase verloren.
Technische Fehler: Die Brechstange führte zu unnötigen Ballverlusten.
Günzburg glich mit drei Toren in Folge zum 24:24 aus und setzte sich nach dem 25:25 mit einem weiteren Dreierpack auf 28:26 ab. Auch eine Auszeit brachte keine Wende mehr. Am Ende mussten wir uns dem VfL Günzburg mit drei Toren Differenz, 29:32, geschlagen geben. Bester Freisinger Werfer war Andreas Aunkofer mit zwölf Treffern.
Fokus auf HT München
Das Spiel in Günzburg war eine harte Lehre. Wir haben gesehen, dass wir jeden Gegner in dieser Liga dominieren können, wenn wir als Einheit auftreten und unsere Spielzüge diszipliniert zu Ende bringen. Sobald wir jedoch in Einzelaktionen verfallen, verlieren wir die Kontrolle.
Schon am nächsten Spieltag wartet mit HT München der nächste Brocken in eigener Halle. Das Positive aus dem Günzburg-Spiel ist klar: Wir haben die Qualität, Rückstände zu drehen und uns gegen Top-Teams Abstände zu erarbeiten.
Wenn wir die starken Minuten nach der Pause als Maßstab nehmen und die technischen Fehler durch konzentriertes Teamplay minimieren, ist vor heimischer Kulisse alles möglich. Wir sind bereit, die Scharte auszuwetzen und zu zeigen, dass der Weg zum Erfolg nur über das Kollektiv führt!
Für den SC Freising trafen
Andreas Aunkofer (12/3), Luis Maximilian Schachinger (5), Emil Weber (4), Simon Brasko (3), Ahmed Osmanovic (2), Ferdinand Tüllmann (2), Angelo Kohring (1)
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