SC Freising holt sich in Mainburg wichtige Punkte im Abstiegskampf – und für die Moral

Für den SC Freising stand am vergangenen Spieltag eine Begegnung auf dem Programm, bei der es um weit mehr als nur zwei Punkte ging.

Im Duell gegen den TSV Mainburg ging es für beide Teams im Abstiegskampf um wichtige Zähler, doch für die Freisinger war dieser Kampf auch ein entscheidender Baustein für die Mentalität der Mannschaft. Nach der bitteren Niederlage in der Vorwoche hatte das Team die Trainingszeit genutzt, um sich zu sammeln, die Gründe für Leistungseinbrüche zu analysieren und den Teamgeist zu stärken.

Ein ungewöhnlicher, aber offenbar erfolgreicher Schritt: Am Donnerstag wurde der Ball beiseitegelegt und stattdessen ein Teambuilding-Abend auf der Bowlingbahn verbracht.

Die Vorzeichen für die Freisinger waren dabei alles andere als optimal. Verletzungsbedingt musste der SC auf seine etatmäßigen Spielmacher Petrit Guri, Moses Becker und Ernad Huzejrovic verzichten. Zudem reisten einige Spieler krankheitsbedingt angeschlagen an. Es war also von Anfang an klar, dass nur eine geschlossene Mannschaftsleistung den Weg zum Erfolg ebnen konnte.

In die Bresche sprang auf der Spielmacherposition Felix Miller, der ein neues Element in das Angriffsspiel der Freisinger brachte. Die Abwehrreihe zeigte sich über weite Strecken der Partie solide und unterstützte die Torhüter Niklas Schieck und später Dániel Kiss, die mit entscheidenden Paraden glänzten.

Die Partie begann äußerst dynamisch. Der SC Freising erwischte den besseren Start und konnte durch Alexander Heldner und Michael Schuster schnell mit 0:2 in Führung gehen. Doch die Hausherren aus Mainburg ließen sich nicht beirren. Sebastian Rauscher und Julian Kuhns gelang innerhalb weniger Sekunden der schnelle Ausgleich zum 2:2. Die Freude währte jedoch nur kurz, denn Michael Schuster stellte nur zehn Sekunden später die Führung für Freising wieder her (2:3).

In den folgenden Minuten zogen die Freisinger weiter davon. Tore von Christian Heldner und Felix Miller bauten den Vorsprung auf 2:5 aus. Doch der TSV Mainburg kämpfte sich immer wieder heran. Christoph Würfl verkürzte auf 3:5, bevor Konstantin Vopel per Siebenmeter zum 3:6 traf. Milan Sedivec und Maximilian Altmann hielten die Mainburger im Spiel, während Freising immer wieder dagegenhielt.

Nach einer Zeitstrafe gegen Konstantin Vopel nutzte Milan Sedivec die Chance und verwandelte einen Siebenmeter zum 6:7. Der Ausgleich zum 7:7 durch Michael Sebastian Zwick ließ die Mainburger Fans hoffen. Doch der SC Freising legte erneut einen Lauf hin. Mit Toren von Konstantin Vopel, Alexander Heldner, und Felix Miller zogen die Gäste auf 7:11 davon. Eine Auszeit der Heimmannschaft sollte die Wende bringen.

Nach der Pause ging es Hin und Her. Marius May und Maximilian Seitz verkürzten für Mainburg, während Konstantin Vopel per Siebenmeter und Michael Schuster für Freising trafen.

Maximilian Altmann verkürzte per Siebenmeter auf 13:14, woraufhin die Gäste eine Auszeit nahmen.

Der weitere Verlauf der Partie war nichts für schwache Nerven.

Freising konnte durch Konstantin Vopel und Michael Schuster den Vorsprung wieder auf 13:16 ausbauen, doch Mainburg gab nicht auf. Maximilian Altmann traf zum 14:16. Die Gäste aus Freising zeigten sich in dieser Phase jedoch abgezockt und zogen durch Alexander Heldner und Andras Falkner bis auf 14:21 davon.

Doch dann startete der TSV Mainburg eine beeindruckende Aufholjagd. Die Konsequenz in der Freisinger Abwehr ließ zu wünschen übrig und man ermöglichte den Hausherren aus Mainburg ein ums andere Mal schnelle und einfache Durchbrüche. Tore von Julian Kuhns, Sebastian Rauscher und Maximilian Seitz brachten die Mainburger bis auf 18:21 heran.

Freisings Konstantin Vopel traf per Siebenmeter zum 18:22, aber Mainburg ließ nicht locker. Christoph Würfl und Maximilian Altmann verkürzten auf 20:22, was die Gäste zu einer erneuten Auszeit zwang.

Nach einer weiteren Zeitstrafe gegen Michael Schuster nutzte Mainburg die Überzahl und Maximilian Seitz sowie Milan Sedivec glichen zum 22:22 aus! Die Halle kochte!

Die letzten Minuten waren ein offener Schlagabtausch. Konstantin Vopel und Sebastian Rauscher sorgten für den Gleichstand zum 24:24. In der Crunchtime behielten die Gäste aus Freising die Nerven und konnten durch Michael Schuster und Konstantin Vopel auf 24:26 davonziehen.

Maximilian Altmann und Milan Sedivec hielten die Mainburger im Rennen. Christian Heldner, !Dániel Kiss! und Konstantin Vopel per Siebenmeter bauten die Führung auf 27:30 aus.

Nach einer letzten Auszeit der Heimmannschaft und einer Zeitstrafe gegen Christoph Würfl verkürzten Milan Sedivec per Siebenmeter und Marius May auf 29:30. Doch Alexander Heldner und Konstantin Vopel sorgten für die Entscheidung.

Am Ende war es Felix Miller, der mit seinem Tor in der letzten Sekunde den Endstand von 31:34 für den SC Freising besiegelte.

Mit einem spontanen Bowling-Jubel ließen die Gäste ihrer Erleichterung freien Lauf und sorgten für Ermunterung bei den zahlreich angereisten Fans.

Diese Stimmung gilt es nun zu konservieren und sich devon durch die weitere Rückrunde tragen zu lassen.

In der kommenden Woche reist man zum Tabellenzweiten aus Landshut.